Planungsprozess - Wie geht es weiter?
Nach Beschlussfassung des städtebaulichen Leitbilds in der Stadtentwicklungskommission kann die Ausarbeitung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans starten. Das Städtebauvorhaben inkl. der Straßenbauvorhaben wird einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen und die Detailplanung zum Beispiel für die Parkanlagen, die Schulen und die Straßen starten. Die Errichtung erster Gebäude wird voraussichtlich frühestens in fünf Jahren beginnen.
Das war das Planungsteam für das Leitbild
Ein interdisziplinäres österreichisches Planungsteam entwickelte das Wettbewerbsergebnis zu einem städtebaulichen Leitbild weiter. Die spanischen Architekt*innen aus dem Wettbewerb wurden in die Weiterentwicklung eingebunden. Durch die enge Zusammenarbeit von Architektur, Stadtplanung, Verkehrsplanung und Landschaftsarchitektur entstandeine ganzheitliche Vision für die nachhaltige und zukunftsorientierte Gestaltung des urbanen Raums. Folgende Planungsbüros waren hier im Einsatz:
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Team Paloma Mosto Zavala und
Samuel Llovet Montardit - M & S Architekten
- Rosinak & Partner
- LAND.IN.SICHT
- Novaplan
Diese Bürger*innen-Anregungen sind
in das Leitbild eingeflossen
Sanfte Übergänge zum Bestand
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Sanfte Übergänge zum Bestand
Die Struktur der geplanten Bebauung ist derartig angelegt, dass sanfte Übergänge zum umliegenden Gebäudebestand entstehen. Das wird entweder durch niedrige Gebäude, breite Straßen mit einem hohen Begrünungsanteil oder durch Grünzüge erreicht. Hohe Gebäude sind ausschließlich mit ausreichendem Abstand zu den bestehenden Siedlungsstrukturen geplant.
Sichere Radwege & attraktive Bereiche für Fußgänger*innen
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Sichere Radwege & attraktive Bereiche für Fußgänger*innen
Im Stadtentwicklungsgebiet wird ein dichtes Netz an Radwegen entstehen: Baulich getrennte Radwege an den stärker durch Autos befahrenen Straßen wie der „Südstraße“ entlang des Verkehrsbands südlich des Gebiets und gemischte Verkehrsflächen, die nur für Einsatzkräfte, Fußgänger*innen sowie Radfahrer*innen und abschnittsweise für Müllabfuhr und Anlieferung befahrbar sind.
Sensible Straßenerschließung
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Sensible Straßenerschließung
Im gesamten Stadtentwicklungsgebiet wird es lediglich zwei neue Straßen geben, die für den allgemeinen Autoverkehr befahrbar sein werden: Die neue „Südstraße“ am Südrand des Gebiets, welche die Hausfeldstraße an die Stadtstraße und S1-Spange Aspern anbindet, und die Stemolakgasse. Letztere dient vor allem als Zufahrt zu den geplanten Garagen an dieser Straße. Durchzugsverkehr soll durch bauliche Maßnahmen wie zum Beispiel Fahrbahnverschwenkungen und Temposchwellen sowie Tempo 30 hintangehalten werden.
Vielfältige Nahversorgung & qualitätsvolle Erdgeschoßnutzung
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Vielfältige Nahversorgung & qualitätsvolle Erdgeschoßnutzungen
Entlang der Hirschstettner Hauptallee sind im Erdgeschoß Flächen für Handel und Gewerbe vorgesehen. An den Quartiersplätzen ist eine kleinteilige Erdgeschoßstruktur mit beispielsweise kleinen Werkstätten, Ateliers oder Co-Working-Spaces vorgesehen. Das fördert die lokale Ökonomie und Identifikation mit dem Viertel.
Naturnahe, vielfältig nutzbare Freiflächen/bewachsene Lebensräume erhalten & vernetzen
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Naturnahe, vielfältig nutzbare Freiflächen/bewachsene Lebensräume erhalten & vernetzen
Der bestehende naturnahe und teilweise mit Wald bewachsene Grünzug südlich der Siedlung Pfalzgasse bleibt erhalten und wird behutsam für die Erholungsnutzung zugänglich gemacht. In Nord-Süd-Richtung erfolgt die Grünraumvernetzung durch die Errichtung der neuen zentralen Parkanlage und einem langfristig geplanten Brückenschlag zum westlichen Grünzug der aspern Seestadt. Zwischen den Gebäuden verlängern „Grüne Finger“ den Park in das Wohngebiet. In diesen und im neuen Park werden Lebensräume für verschiedene, teilweise geschützte Tier- und Pflanzenarten entstehen.
Vermeidung von Hochhäusern und keine zu dichte Bebauung
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Vermeidung von Hochhäusern und keine zu dichte Bebauung
Im Zuge der Leitbilderstellung hat sich gezeigt, dass wegen der guten Anbindung an Straßenbahn und U-Bahn eine höhere Bebauungsdichte sinnvoll ist. So wurde in der Nähe der U-Bahn-Station ein Hochhaus (65 m) platziert. Auf einen sensiblen Übergang zum Bestand wird besonders geachtet.
Angebote für Leihmobilität
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Angebote für Leihmobilität
Über das gesamte Gebiet verteilt werden mehrere Mobilitätsstationen („Mobility Points“) mit Leihangeboten entstehen. Angeboten werden sollen Leih-Pkw, Leihfahrräder und Leih-Lastenfahrräder. Außerdem ist an diesen Orten jeweils eine Paketstation vorgesehen.
Großzügige zentrale und zusammenhängende Grünflächen für alle Generationen
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Großzügige zentrale und zusammenhängende Grünflächen für alle Generationen
In der neuen großen zentralen Parkanlage gibt es genug Platz, um Angebote für alle Generationen unterzubringen. Die Detailplanungen können beginnen, sobald die Leitbildplanungen für den gesamten Stadtteil abgeschlossen sind.
Gefördertes Wohnen sowie Raum für Gesundheit, Bildung & Kultur
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Gefördertes Wohnen sowie Raum für Gesundheit, Bildung & Kultur
Zwei Drittel der neuen Wohnungen werden gefördert sein. Es sind Flächen für ein Gesundheitszentrum in der Nähe der Straßenbahnstation Stemolakgasse vorgesehen. Verschiedene Bildungseinrichtungen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium, sollen im Gebiet verteilt umgesetzt werden.