Grün- und Freiräume, die verbinden

Ein großzügiger öffentlicher Park bildet das grüne Herz des neuen Stadtquartiers. Er knüpft an bestehende Grünräume an und schafft eine durchgehende Verbindung in Nord-Süd-Richtung. Ergänzt wird der Park durch ein vielfältiges Netz aus grünen Freiräumen: Die „Grünen Finger“ bieten wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen, grüne Quartierswege verbinden die Wohnbereiche miteinander und attraktive Quartiersplätze schaffen Raum für Begegnung und Aufenthalt. So entsteht ein zusammenhängendes Freiraumsystem, das Natur, Erholung und Alltag auf besondere Weise miteinander verbindet.

 Übersicht der Freiräume

Übersicht Freiräume
Übersicht Freiräume © M&S Architekten

Das „wilde Grün“

Das „wilde Grün“ ist eine Stadtwildnisfläche am Südrand der Siedlung Pfalzgasse. Dichte Gehölze und artenreiche Wiesen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum.

Er bleibt als Stadtwildnis erhalten und wird auch künftig einen wichtigen Beitrag zu Biodiversität, Klimaanpassung und Lebensqualität Am Heidjöchl leisten.

Um diesen besonderen Freiraum besser für Erholung und Naturerlebnis zugänglich zu machen, soll der Bereich schonend durchwegt werden.

Das „Landschafts-Grün“

Das „Landschafts-Grün“ und das „Park-Grün“ bilden zusammen eine große Grünanlage, welche eine Querung des Gebiets in Nord-Süd-Richtung schafft. Das „Landschafts-Grün“ soll eine naturnahe Parklandschaft mit großzügigen Wiesen und viel Raum für Erholung werden.

Das „Park-Grün“

Südlich der Straßenbahn entwickelt sich ein lebendiger Park mit Spiel- und Sportangeboten, Aufenthaltsbereichen und Sitzgelegenheiten.

Die „Grünen Finger“

Die „Grünen Finger“ ziehen die naturnahe Parklandschaft bis tief in das neue Stadtquartier und schaffen ruhige Orte inmitten der zukünftigen Wohngebäude. Gleichzeitig bilden sie wertvolle Lebensräume und verbinden bestehende Biotope miteinander – ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Bei der Gestaltung stehen sowohl die Bedürfnisse von Tieren und Pflanzen als auch jene der Menschen im Mittelpunkt. Naturnahe Vegetation, Regenwasserrückhalt und versickerungsfähige Flächen tragen dazu bei, das Mikroklima zu verbessern und sommerliche Hitze zu reduzieren.

Die Quartierswege

Mit den Quartierswegen entstehen grüne Wohnpromenaden, die die einzelnen Bereiche des Stadtteils verbinden. Entlang der Wege schaffen Hauseingänge, kleine Vorplätze, Terrassen sowie Spiel- und Aufenthaltsbereiche eine lebendige und abwechslungsreiche Atmosphäre. Zahlreiche Solitärbäume sowie klimaresistente und trockenheitsverträgliche Pflanzen sorgen für angenehmen Schatten und ein attraktives Straßenbild.

Die Wohnhöfe

Die gemeinschaftlichen Freiflächen bilden das grüne Wohnzimmer der Nachbarschaft und schaffen vielfältige Möglichkeiten, den Alltag im Freien zu verbringen. So entstehen halbprivate Freiräume, die das Miteinander stärken und die Nachbarschaft lebendig machen.

Frühes Grün

Das Konzept des „frühen Grüns“ zielt darauf ab, dass Grünflächen nicht erst nach Abschluss der Bauarbeiten entstehen, sondern bereits während der Entwicklung nutzbar sind. Das „frühe Grün“ soll auch im Bereich des Entwicklungsgebiets Am Heidjöchl Anwendung finden: Bereits im Herbst 2026 sollen an der Pfalzgasse auf einer Fläche von rund 2.200 m² mehr als 50 Obstbäume gepflanzt werden. Der frühzeitig ausgestaltete Grünraum kann so bei Baufertigstellung bereits eine deutlich höhere Qualität aufweisen, da die Bäume schon einige Jahre Zeit zum Wachsen hatten.

© Team Mosto Zavala und Llovet Montardit

© MA 22

© MA 22

© MA 21/Christian Fürthner

Biodiversität im Fokus​

Das Biodiversitätskonzept verfolgt das Ziel, Stadtentwicklung und Naturentwicklung miteinander zu verbinden. Ausgangspunkt für ein erfolgreiches Biodiversitätskonzept ist die Definition ausgewählter Zielarten, für die langfristig geeignete Lebensraumbedingungen im neuen Stadtteil zu schaffen bzw. zu erhalten sind. Grundlage ist dabei die Kenntnis der aktuellen örtlichen Flora und Fauna – das Citizen Science Projekt lieferte hier wichtige Informationen. Blühende Stauden und Sträucher bieten Schmetterlingen Nahrung, während begrünte Dächer neue Lebensräume für die Haubenlerche schaffen könnten. Naturnahe Freiräume mit Sonnenplätzen, Verstecken und Eiablageflächen bieten der Zauneidechse ideale Bedingungen. Ergänzt wird das Konzept durch Nisthilfen für Vögel sowie Quartiere für Fledermäuse.